Mittelalter - spectaculum zu Rottenburg
Mehr dazu später.
Die „freie historische Narrenzunft Rottenburg“ hatte uns die Möglichkeit geboten nicht nur am Umzug sondern auch das gesamte Wochenende am mittelalterlichen Lagerleben teilzunehmen.
Lagerleben, ahaa, kein Plan dachten wir. Mit Daniela und Udo telefoniert und Zusage erhalten. Ok, wir machen das. Also machten wir das.
Samstag 10:00 Uhr Ankunft in Rottenburg. Erst mal zum Festbüro,. Dort trafen wir Brigitte Eberhardt, 1. Vorsitzende der Narrenzunft und heute die wichtigste Frau in der Stadt. Von ihr geleitet marschierten wir zu unserem Lagerplatz.
Ein schönes Schattenplätzchen unter einem großen Baum, liebevoll möbliert mit einigen Strohballen als Sitzgelegenheit, markiert mit einem an einer Dachlatte angebrachtem Schild mit dem Text: „Lagerplatz für Hunde“.
Kurz noch ein paar Holzpflöcke in den Boden geschlagen und einige Rupfensäcke als Liegeplätze für unsere Hunde ausgelegt. Schon war unser mittelalterliches Hundelager fertig und wir umringt von staunenden Besuchern.
Unsere Hundetruppe hatte wohl auf dem Weg zu unserem Lagerplatz bereits großes Aufsehen erregt. Begeisterte Kinder und staunende Erwachsene, viele streichelnde Hände für die Hunde und viele interessierte Fragen für uns.
Die ersten Stunden vergingen wie im Flug und wir hatten noch nicht einmal die Zeit uns bei unseren direkten Nachbarn vorzustellen oder uns im Lager und auf dem Markt umzusehen. Als es am frühen Nachmittag ein wenig ruhiger wurde holten wir das natürlich nach.
Schließlich gab es eine Menge zu sehen und zu bestaunen. Angefangen bei den einzelnen Ritterschaften die ihre prächtigen Zelte im Stadtgraben aufgebaut hatten über den Markt auf dem man alles fand was der Mensch im Mittelalter so brauchte oder wollte, zwischendrin ein Zauberer, Musikanten, die Wahrsagerin, Jongleur und Feuerschlucker bis hin zu den Handwerkern denen man bei ihrer Arbeit zuschauen konnte.
An einer Ecke wurde Schmuck gehämmert, ein Stück weiter hatte ein Kettenhemd-
Produzent sein Lager aufgeschlagen und uns gegenüber, die Seilerei von Ute und Eugen mit dem einprägsamen Werbeslogan: "Verläßt euch mal der Lebensmut - Eugens Seile halten gut".
Und dann war es auch schon Zeit uns für den Umzug aufzustellen.
Dem edlen Ritter „Robert von ???“ (leider vergessen) und seiner Gemahlin, die total begeistert von unseren Hunden waren, noch kurz die Leine von unserer Chela in die Hand gedrückt, so dass die Beiden auch einen Hund beim Umzug führen konnten und schon zogen wir los durch die malerische Altstadt von Rottenburg.
Überall staunende und applaudierende Menschen, viele Leute die noch nie zuvor Irish Wolfhounds gesehen hatten.
Auf dem Markplatz wurde der Umzug moderiert und jede Gruppe über die Lautsprecheranlage dem zahlreichen Publikum vorgestellt. Gemächlich ging es durch die engen Gassen, vorbei an begeisterten Menschen zurück zum Lager wo wir gleich wieder von interessierten Menschen umringt waren.
Erst als es langsam dämmerte, die ersten Lagerfeuer brannten und von der Bühne beim Markt mittelalterliche Musik von der Band „Ghörsturz“ ertönte wurde es ruhig im Lager und wir konnten uns in Ruhe mit unseren Nachbarn unterhalten.
Ute und Eugen von der Seilerei erzählten uns das sie lange vor uns ankamen um ihr Lager aufzubauen und sofort das Schild „Lagerplatz für Hunde“ sahen. Sie dachten sich, das sie nun das ganze Wochenende eine kläffende Hundemeute ertragen müssten, die ihnen womöglich die Kundschaft vertreibt.
Ähnliche Bedenken hatte auch der Betreiber des Kleintier-Streichelzoo`s direkt neben uns. Verständlich. Schließlich läuft unseren Hunden das Futter direkt vor der Nase rum. Das war morgens.
Die Meinung abends lässt sich am Besten mit Ute`s Worten wiedergeben: Die sind ja nur lieb, einfach Klasse. So was hab ich noch nie erlebt.
Müde aber zufrieden ließen wir den Tag ausklingen um am Sonntagvormittag wieder am Lagerleben teilzunehmen.
Was soll ich nun über den Sonntag noch schreiben. Überall Begeisterung und anerkennende Worte über die großen grauen Hunde. Ich könnte mich nur wiederholen.
Vielmehr möchte ich den Platz nutzen um mich bei einigen Leuten zu bedanken.
Vorne dran Powerfrau Brigitte Eberhardt, 1. Vorsitzende der freien historischen Narrenzunft Rottenburg, die unsere Teilnahme ermöglichte und in der Regional-
Presse die Werbetrommel gerührt hatte, weshalb einige Besucher ganz speziell wegen den Irish Wolfhounds gekommen waren.
Und natürlich bei der „Narrenzunft“. Ihr habt eine tolle Veranstaltung organisiert und eindrucksvoll gezeigt was ein „kleiner Verein“ zu leisten vermag, wenn die Mitglieder mitziehen.
Bei den Bürgern und Besuchern Rottenburgs die ein interessiertes und begeistertes
Publikum für uns waren.
Bei Daniela, Marion und Udo und natürlich bei den Hunden Linus, Alroy, Gladys, Glancy, Abigail, Chela und Bono. Ihr habt euch als wahre Gentle Giants präsentiert und so das Publikum fasziniert.
Danke auch an unsere Nachbarn im Lager für eure freundliche und offene Art, die vielen Tips und die Aufforderung: Ihr müsst unbedingt wiederkommen.
Das machen wir. Versprochen!
Euer Heinz Anwender |
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